"Geheimnisse Numerias" von Robert Armone

"Prolog Numeria ist ein strenges Land im nordwestlichen Avistan, voller ungelöster Geheimnisse. Es ist eine unfruchtbare Einöde, fast unberührt von der Zivilisation, aber nicht ohne eine ganz eigene, nüchterne Schönheit. In diesen Landen, in denen nur die Stärksten überleben, rauschen kalte Flüsse von Nord nach Süd, wahre Wasserarterien für verschiedene nomadische Stämme. An der nordöstlichen Grenze funkeln die Wasser des Nebelschleiersees. Numeria ist umgeben von gefährlichen Regionen. Im Westen liegt Ustalav, wo es von Untoten wimmelt. Die schwarze Weltenwunde liegt im Norden, voller Dämonen. Und die endlosen internen Kriege der Flusskönigreiche toben im Osten. Die Adelsfamilien von Brevoy und die kühnen Verteidiger Mendevs würden viel darum geben, ihre kellidischen Nachbarn los zu sein. Ihr, werter Leser, könnt Euch in anderen wissenschaftlichen Werken über diese verschiedenen Länder und Regionen informieren. Auf diesen Seiten werde ich Euch Numeria vorstellen. Beginnen wir unsere Reise mit seinen größten Legenden. Sternenfall Schon vor Urzeiten lebten Barbaren auf dem Gebiet des heutigen Numeria, lange bevor es seinen Namen erhielt – selbst vor der Reise zum Himmel der Zwerge. Von Generation zu Generation wurde bei den Kelliden die Legende von Sternenfall weitergegeben – einer gewaltigen Katastrophe, die in grauer Vorzeit Golarion ereilte. Diesen mündlichen Überlieferungen verdanken wir lebhafte Beschreibungen des Desasters. Eines Nachts erschien ein riesiger Feuerball am Himmel, der auf seinem rasanten Weg Richtung Boden gewaltige Hitzewellen ausstrahlte. Auf seinem Weg zerfiel er in unzählige Fragmente, die auf verschiedene Gebiete Numerias niederhagelten und dort für Angst und Zerstörung sorgten. Das größte Fragment wirbelte beim Aufschlag eine riesige Wolke aus Staub und Schmutz auf. Nachdem die Wolke sich gelegt hatte, sahen die überlebenden Nomaden einen riesigen, seltsamen Berg am Ort des Aufpralls. Eine Stadt entstand in seiner Nähe und wurde schließlich zur Haupstadt des Landes. Im Andenken an das legendäre Ereignis wurde sie Sternenfall genannt. Die Silberkuppe selbst wurde heilig für die Kelliden, und bis zum heutigen Tage sind Wissenschaftler und Abenteurer fasziniert von ihrem mysteriösen Ursprung ... ganz zu schweigen von den Geheimnissen, die in ihrem Inneren schlummern. Der Große Kriegsherr Armag Unter den alten kellidischen Barbaren gab es einen Kriegsherren namens Armag, der im Kampf nicht zu bezwingen war. Ein riesiger Stamm folgte ihm, die Tigerherren, und besiegte sämtliche Feinde, die ihnen begegneten. Wie eine gnadenlose Naturgewalt durchquerte diese Horde Numeria und brachte Krieg in den Süden und Osten in Regionen wie Rostland und Iobaria. Die Macht und Tapferkeit Armags waren so groß, dass der mächtige Gorum, der Gott des Krieges persönlich, dem Helden seine Aufmerksamkeit und sein Wohlwollen zuteilwerden ließ. Doch der Stolz des großen Kriegsherren war sein Niedergang. Geblendet von Siegen sagte Armag, er werde ewig leben und selbst der Tod habe keine Macht über ihn. Diese Prahlerei drang auch zu Pharasma vor, der Göttin der Geburt und des Todes, und sie fühlte sich dadurch beleidigt. Sie entsandte ihre Diener, um Armags sterblichen Feinden zu helfen, ein einziges Ziel zu erreichen – den überheblichen Mann zu töten und seine Seele auf Pharasmas Beinacker zu schicken. Armag wurde zu einem Bauern in der Fehde zwischen Gorum und Pharasma. Er kämpfte bis zum letzten Blutstropfen, doch er fiel im Kampf gegen einen großen roten Drachen. Seine Seele aber ging nicht auf den Beinacker. Gorum nahm sie und verschmolz sie mit Armags eigenem Schwert. So wurde Armags Prahlerei wahr ... seine Seele verließ niemals die Welt, und der Ruhm seiner Siege überdauerte die Zeiten und ließ den Namen des Tigerherren unsterblich werden. Armag, nur von der Göttin Pharasma besiegt, spielt eine besondere Rolle in den Mythen der numerischen Barbaren. Der Legende nach besitzt Armags Schwert große Macht und wer es findet, wird die Welt in die Knie zwingen. Nicht nur numerische Priester, sondern Historiker aus aller Welt streiten sich hitzig, wo genau seine Überreste und seine in Stahl gegossene Seele ruhen. Den Geschichten und Recherchen zufolge liegt Armags Grab irgendwo in Numeria oder den umliegenden Landen versteckt – eine uneinnehmbare Gruft, die nicht nur von Barbaren bewacht wird, sondern auch von unzähligen Fallen und sogar von unsterblichen Wächtern, die Gorum selbst dort postiert hat. Das Grab wurde schon von vielen angesehenen Wissenschaftlern gesucht, darunter Curtis Corvarraum und Tonahold Arintan, doch ihre Forschungen brachten keinen genauen Standort zu Tage. Uralte Chroniken beschreiben einen Ort zwischen zwei ausgetrockneten Flüssen. Die Silberkuppe und das Bett des Sellen gelten als möglicherweise passende Orte. Wollt Ihr mehr über die Expeditionen dieser berühmten Entdecker erfahren ... und darüber, wo sie das versteckte Grab vermuten ... so rate ich zur Lektüre der umfassenden Werke Corvarraums, Arintans und ihrer Kollegen – "Die Legende von Armag", "Verlorene Artefakte von Avistan" und "Die Geschichte numerischer Barbarenstämme".

Kosten
80 gp
Gewicht
2 lb
"Geheimnisse Numerias" von Robert Armone - Kingmaker