Asmodeus

Gottheiten und Domänen

Asmodeus regiert als unangefochtener Fürst der Hölle, der Herrscher und Gott der Verdammten. Er ist das mächtigste Wesen, das innerhalb des Höllenreiches residiert, und selbst andere Gottheiten, die in der Grube beheimatet sind, können dies nur mit der Erlaubnis des Fürsten der Finsternis sein. Die gesamte Hölle ist seine Festung, jeder einzelne Ring ein ruchloses Bollwerk zwischen Nessus, seiner düsteren Festung, und einem Multiversum, das nach Ordnung schreit. Er ist der gefürchtetste Widersacher für die Freiheit und den Geist der sterblichen Bewohner des Multiversums – und doch der sicherste Weg in einen ewigen, wenn auch düsteren, Frieden. Asmodeus kann jede gewünschte Form annehmen, doch in den Darstellungen seines Glaubens und den Visionen seiner Anhänger erscheint er als großer, muskulöser Mann mit roter Haut, dunklen Haaren, kurzen schwarzen Hörnern, arroganten Zügen und behuften Füßen. Ob dies nun die wahre Gestalt des Teufels ist oder nur eine Gestalt, die er annimmt, damit seine sterblichen Diener seinen Anblick begreifen können, kann niemand sagen. Manche Legenden besagen, dass er eine weitere Form hat. Eine mit einer großen, endlos blutenden Wunde, die er in seiner letzten Schlacht mit seinem Bruder Ihys erlitten hat. Aber wenn eine Seele diese Gestalt jemals erblickt hat, so wurde es ihr untersagt, Nessus wieder zu verlassen. Man sieht ihn selten ohne sein Herrschaftssymbol, den Erzstern, ein Artefakt, das vor dem diabolischen Exodus aus dem Himmel geschmiedet wurde. Es trägt sein Symbol und nimmt häufig die Form eines brennenden Rubinstreitkolbens, -zepters oder -stabes an. Asmodeus ist mehr überaus arrogant, überaus selbstbewusst und überaus geduldig. Er weiß, dass das Schicksal des Multiversums sich irgendwann drehen wird, dass die jungen Gottheiten, denen die Seelen der Sterblichen so zugetan sind, untergehen oder weiterziehen werden und sich die Moral so verlagern wird, dass er den Platz einnehmen wird, der ihm rechtmäßig zusteht. So ist es gewesen und so wird es wieder sein. Er ist berüchtigt für seine vernichtenden Wutausbrüche, obwohl seine brennender Wut nichts weiter ist als ein Werkzeug, um Furcht zu erzeugen. Denn nur wenige Ereignisse in den letzten Jahrtausenden haben tatsächlich seinen Zorn entfacht. Niemand kennt das Angesicht der wahren Wut des Fürsten der Finsternis – seine regungslose Fassade ist undurchdringlich. Aber jene, die ihn gegen sich aufbringen, werden in ihrem Leben und danach ein Leid erfahren, das jenseits aller Vorstellungskraft liegt. Als ein Wesen dessen Alter und Intelligenz sich nicht beziffern lassen, ist er ein kalter, aber berechnender Herrscher, und selbst augenscheinlich spontane Entscheidungen wurden aus zahllosen Winkeln durchdacht und abgewägt. Nur wenige können hoffen, einmal ausgesprochene Befehle zu ihren Gunsten ändern zu können. Er verlangt Ordnung, und mit seinem unfassbaren Intellekt kann er häufig Muster und Motive erkennen, wo keine zu sein scheinen – es wird erzählt, dass er an der Platzierung der Sterne, der Architektur der Lebensformen und den Gesetzen der physikalischen Existenz beteiligt war. Asmodeus kombiniert all seinen Scharfsinn, sein Genie und seine Leidenschaft mit einer gewandten Zunge und entwaffnendem Charme. Selbst die wohlwollendsten Gottheiten haben von Zeit zu Zeit Asmodeus‘ Rat gesucht und hinterher erschauerten sie, als ihnen bewusst wurde, dass der Herrscher der Hölle kein Monster ist, sondern ein charismatisches, vernünftiges und weises Geschöpf, dem – obwohl er gegen alles steht, woran sie glauben – trotzdem ihre Ehrfurcht gebührt. Des Weiteren befehligt er zahllose mächtige Diener, von denen seine acht Erzteufel die größten sind. Diese versammeln sich alle 13 Jahre, um höllische Politik zu planen und über seinen Willen in Kenntnis gesetzt zu werden. Trotz aller Macht und Segen, die er den Kreaturen der materiellen Ebene gewährt, verabscheut Asmodeus die Sterblichen. Sicher erweisen sich seine Anhänger als nützlich bei der Realisierung seiner Launen auf den Ebenen, doch selbst für die großartigsten unter ihnen vergeudet er nicht ein Deut Liebe. Die Schöpfung der Sterblichen hat die perfekte Ordnung des frühen Multiversums zerstört – sie säen Chaos und Unordnung in den Ebenen und sie nähren die zerstörerischsten Kräfte der Realität. Sie waren der erste und größte Fehler der Götter, und diese zügellosen Seelen werden so lange ein Schandfleck für die Existenz sein, bis sie ausgelöscht oder grundlegend verändert werden können. Zum Glück schmiedet Asmodeus zahlreiche raffinierte Pläne, ein solches Ende herbeizuführen. Seine Ränke wurden schon vor zahllosen Jahrhunderten ersonnen – und sie funktionieren. Gesinnung: rechtschaffen böse Kleriker-Gesinnung: RN, RB, NB Domänen: Böses, Feuer, Ordnung, Magie, Tricks Bevorzugte Waffe: Streitkolben

Asmodeus — Kingmaker