Schnecke, Riesen-

Monsterhandbuch

Riesenschnecken sind nicht nur einfach lästige Ungeziefer, sondern stellen für all jene, die ihren Weg kreuzen, eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Wer in der Nähe von Sümpfen und anderen Gebieten lebt, die von diesen Schädlingen bevölkert werden, läuft Gefahr, sein Vieh und sogar sein Heim an diese gefräßigen Biester zu verlieren. Riesenschnecken sind unaufhörlich auf Nahrungssuche und bevorzugen fleischiges, organisches Material, das sie mit ihren raspelartigen Zungen in kleinere, leicht zu vertilgende Brocken schneiden. Es bleibt bis heute ein Rätsel, was zu dem enormen Wachstum der ersten Riesenschnecken geführt hat, aber heute sind diese Monster fortpflanzungsfähig und bringen nach einem schleimigen Paarungsritual übergroße Nachkommen zur Welt. Nach der Paarung legt das Weibchen um die hundert Eier mit einem Durchmesser von etwa 1 Fuß. Die Mutterschnecke wacht mit Argusaugen über ihre Brut und greift jeden sofort an, der ihr zu nahe kommt. Riesenschnecken, die oberirdisch in Sümpfen leben, paaren sich einmal im Jahr. Wer in ihrer Nähe lebt, meidet diesen Bereich deshalb während dieses Monats strikt. Tief in der Erde nutzen unterirdische Völker Riesenschnecken manchmal als Reittiere oder Wächter. Mithilfe von Kreaturen wie Milben, die ein großes Herz für Ungeziefer haben, kann man versuchen Riesenschnecken zu domestizieren, allerdings sollte das in den allermeisten Fällen nur mit großer Vorsicht geschehen. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass sie bis zum Kampfeinsatz gut gefüttert werden. Hinter vorgehaltener Hand verbreitet sich das furchterregende Gerücht, dass Armeen von Troglodyten Riesenschnecken als Belagerungskreaturen einsetzen. Eine besonders verstörende Geschichte berichtet von einer riesigen unterirdischen Höhle, in der sich zahllose von Abscheulichen und Abolethen kontrollierte aquatische Riesenschnecken aufhalten sollen, deren säurehaltiger Speichel seltsame hirnbetäubende Eigenschaften haben soll.

Schnecke, Riesen- — Kingmaker