Ring des verwegenen Mutes
- Kosten
- 15000 gp
- Gewicht
- 0.05 lb
Dieser Ring gewährt seinem Träger einen Verbesserungsbonus von +4 auf sein Charisma, einen Kompetenzbonus von +4 auf Heimlichkeits- und Trickwürfe, einen Bonus von +4 auf Angriffswürfe zur Bestätigung kritischer Treffer sowie einen Bonus von +2 auf den SG vom Träger gewirkter geistesbeeinflussender Zauber. Gleichzeitig hat der Träger einen Verbesserungsmalus von -2 auf Weisheit, einen Kompetenzmalus von -4 auf Wahrnehmungswürfe, einen Resistenzmalus von -2 auf Willenswürfe und einen Malus von -10 auf alle Rettungswürfe gegen Fallen. Erleidet der Träger einen kritischen Treffer, ist er 1d4 Runden lang verwirrt.
Dieser einfache Stahlring ist mit einem Muster und einer Inschrift versehen: "Das Glück ist mit den Tapferen". Die Inschrift ist in der alten Sprache des Reiches von Taldor verfasst, der Vorläuferin der heutigen Gemeinsprache. Niemand weiß, wann dieses Artefakt geschmiedet wurde, aber sein letzter Besitzer war ein taldanischer Schatzjäger, der mit einer Gruppe gleichgesinnter Wagehälse durch die Kamelande reiste. Bei der Erkundung eines uralten Grabes voller tödlicher Fallen entdeckte er in einer Fallgrube ein Skelett, das diesen Stahlring an seinem knochigen Finger trug. Als ihm klar wurde, dass der Ring verzaubert war, steckte ihn sich der Schatzjäger ohne zu zögern selbst an den Finger. Und er sollte es nicht bereuen. Das Artefakt mehrte seine Kraft und Zuversicht, und das Entschärfen von Fallen erschien ihm mit einem Mal so einfach, dass es ihm selbst mit geschlossenen Augen gelang. Je tiefer seine Gruppe in das Grab vordrang, desto heißer wurde die Luft, als würden die Abenteurer durch einen riesigen Ofen marschieren. Uralte Runen an den Wänden glühten in einem rötlichen Licht, aus Boden und Decke schossen Flammensäulen und in den Gängen lauerten Feuerelementare. Mehr als einmal schlugen seine müden und mit Brandwunden übersäten Kameraden vor, umzukehren, eine Pause zu machen, sich zu erholen und später mit Verstärkung zurückzukehren. Doch der Schatzjäger hörte nicht auf sie. Für ihn stand fest, dass all diese Schwierigkeiten einen gewaltigen Schatz in den Tiefen des Grabes schützen sollten ... und er konnte es kaum erwarten, ihn zu heben. Als die Gruppe die Grabkammer betrat, fiel die Tür hinter ihr ins Schloss und gewaltige Flammensäulen tanzten durch den Raum. Einer der Gefährten deutete auf einen blutroten Kristall, der in den Deckel des Sarkophags eingelassen war. Das, so nahm der Schatzjäger an, musste die Energiequelle sein, die alle Fallen des Kerkers nährte. Es wäre möglich gewesen, sich dem Sarkophag vorsichtig zu näheren, ohne den Flammen zu nahe zu kommen, und den Kristall zu entfernen. Doch der Plan des Schatzjägers war wesentlich einfacher. Ohne darüber nachzudenken, nahm er einen Stein und warf ihn auf den Kristall. Die Explosion war so heftig, dass sie wohl bis nach Numeria zu hören war. Wo einst das Grab war, gähnte nun ein tiefer Krater. Die Abenteurer verbrannten im Bruchteil einer Sekunde zu Asche, und die Splitter des Rings wurden über die gesamten Kamelande verstreut. Es sollte tausend Jahre dauern, bis ein neuer Wagehals sie fand, das Artefakt neu schmiedete und sein Glück auf die Probe stellte.
