Mantel der verkauften Seelen
- Kosten
- 45000 gp
- Gewicht
- 3 lb
Dieser Mantel belegt den Träger mit einem Malus von -4 auf seinen Konstitutionswert. Erhöht die Zauberstufe des Trägers bei der Berechnung aller stufenabhängigen Effekte eines Zaubers der Schule der Nekromantie oder Herbeirufung um +2. Gewährt seinem Träger ferner einen Bonus von +2 auf den SG von Zaubern der Schule der Nekromantie. Gewährt die Fähigkeit, dreimal täglich den Zauber "Vampirgriff" zu wirken. Deine Zauberstufe entspricht dabei deiner Charakterstufe. Das Ablegen des Umhangs ist nur möglich, wenn man zuvor den Zauber "Fluch brechen" auf den Träger wirkt und ein Zauberstufenwurf mit SG 25 gelingt. Misslingt dieser Wurf, wird der Träger augenblicklich getötet und beschwört einen feindseligen Thanadaimon. Hat der Träger bereits Stufe 20 erreicht, beschwört er stattdessen einen feindseligen Astradaimon.
Vor langer Zeit, lange vor dem Erdfall, lebte ein reicher Mann im Reich der Zyklopen, das Koloran genannt wurde. Er besaß alles, was er sich wünschen konnte, im Überfluss – Geld, fruchtbare Ländereien, Sklaven – und doch war er von Neid zerfressen, weil sein Nachbar noch mehr hatte als er selbst. In der Hoffnung, seinen Rivalen auf diese Weise zu vernichten, richtete der Mann ein Gebet an Hunger, einen der vier Reiter der Apokalypse – schreckliche Gottheiten, die in Koloran verehrt wurden. Der Gott forderte ein Blutopfer, und der reiche Mann war allzu gerne bereit, es ihm darzubringen. Er schrieb seine Vereinbarung mit dem Reiter auf die Haut, die er zuvor einem lebenden Zyklopen – einem seiner Sklaven – abgezogen hatte, und unterzeichnete das Schriftstück mit seinem eigenen Blut. Just in jenem Augenblick, als auch Hunger den Pakt unterzeichnete, fiel eine wahre Flut von Ratten über die Felder und Obstgärten des Nachbarn her. Der reiche Mann jubelte, allerdings nicht lange, denn nachdem die Ratten die Felder des Nachbarn verwüstet hatten, kamen sie auch in sein Land. Also bat der Mann einen anderen Reiter um Hilfe, den Reiter des Krieges. Der Gott verlangte die Niederschrift ihrer Vereinbarung auf der Haut des Lieblingssklaven des reichen Mannes – einem alten Mundschenk, der der Familie sein ganzes Leben lang gedient hatte. Der reiche Mann empfand Mitleid mit seinem alten Freund, musste aber rasch handeln. Also häutete er seinen Mundschenk, und sobald der Reiter des Krieges den Pakt unterzeichnet hatte, fielen Wolfsrudel in das Land ein. Doch als die Wölfe alle Ratten verschlungen hatten, machten sie Jagd auf die Sklaven des reichen Mannes. Angesichts seines schwindenden Reichtums wandte sich der reiche Mann an den dritten Reiter – den Reiter der Pestilenz. Dieser forderte für seine Hilfe bei der Vernichtung der Wölfe die Opferung einer der Konkubinen des reichen Mannes. Dieser liebte seine Frauen zwar sehr, sein Land war ihm jedoch noch wichtiger. Nachdem der Pakt auf der Haut der Konkubine unterzeichnet war, schickte der Reiter der Pestilenz Schwärme von Fliegen in das Land des reichen Mannes. Schon bald verbreiteten die Fliegen allerlei Krankheiten, die Tiere und Zyklopen gleichermaßen dahinrafften. Als sich der reiche Mann verzweifelt die Haare raufte, bot ihm der vierte Reiter, der Reiter des Todes, an, ihm im Tausch gegen das Leben der Mitglieder seiner Familie all seine Reichtümer zurückzugeben. Nachdem der reiche Mann seine Liebsten gehäutet hatte, unterzeichnete der Tod den Pakt, und alles, was zuvor gestorben war, erwachte wieder zum Leben – die Sklaven des reichen Mannes, die Fliegen, die Wölfe, die Ratten und selbst die Bäume in seinen Obstgärten. Allerdings waren sie allesamt grausame Untote. Als der Kaiser davon erfuhr, entsandte er seine Wachen, die das Anwesen des reichen Mannes nach einigen langwierigen Schlachten niederbrannten und dem Erdboden gleichmachten. Aus den Häuten, auf denen die dunklen Vereinbarungen niedergeschrieben waren, wurde ein Mantel genäht. Die Wachen des Kaisers legten dem reichen Mann den Mantel über die Schultern und jagten ihn mit Peitschen durch ganz Koloran, bis nichts mehr von dem Mantel und dem Fleisch, das er bedeckte, übrig war. Das wäre das Ende dieser Geschichte gewesen, aber nach Tausenden von Jahren fand jemand die Fetzen dieses Mantels und stellte ihn wieder her, um seinerseits mit den Mächten der Dunkelheit zu spielen ...
