Aasimar
Charaktererstellung
Aasimar sind Menschen, in deren Adern ein beträchtlicher Anteil himmlischen oder externaren Blutes pulsiert. Obwohl nicht immer gütig, neigen Aasimar eher zum Guten als zum Bösen, und sie fühlen sich zu Religionen oder Organisationen mit einem Bezug zu Himmelswesen hingezogen. Das Erbe der Aasimar kann über Generationen hinweg schlummern, ehe es dann plötzlich im Kind zweier offensichtlich menschlicher Eltern zutage tritt. In den meisten Kulturen gilt die Geburt eines Aasimar als gutes Omen. Allerdings lässt sich nicht abstreiten, dass einige Aasimar das Ansehen ihres Volkes missbrauchen und die Erwartungen anderer mit brutaler Gewalt oder Bestechung untergraben. Böse Aasimar leben nach dem Motto "Es ist immer der Unverdächtigste" und führen oftmals ein Doppelleben als aufrechte Bürger oder falsche Helden, die ihre Verderbtheit gut verbergen. Zum Glück sind diese wenigen die Ausnahme und nicht die Regel. Körperliche Beschreibung: Aasimar sehen normalen Menschen – von einigen körperlichen Merkmale, die ihr ungewöhnliches Erbe verdeutlichen, abgesehen – recht ähnlich. Zu diesen Merkmalen zählen metallisch glänzendes Haar, edelsteinartige Augen, ein schimmernder Hautton oder sogar leuchtende, goldene Auren. Gesellschaftsstruktur: Aasimar haben keine eigene, unabhängige Gesellschaft, wie wir sie kennen. Als Ableger der Menschen übernehmen sie die gesellschaftlichen Normen um sie herum, wobei sich die meisten zu den Elementen hingezogen fühlen, die sich um Wiedergutmachung für Ungerechtigkeit und Linderung von Leid bemühen. In Gesellschaften mit einem Tyrannen stellt sie das oftmals auf die "falsche" Seite des Gesetzes, aber Aasimar können im Bedarfsfall überaus vorsichtig und raffiniert sein und eine Tarnexistenz führen, um die Aufmerksamkeit der Unterdrücker von sich abzulenken. Korrupte Aasimar sind häufig Einzelgänger oder gründen Geheimgesellschaften, um ihre Verstrickung in die Welt des Verbrechens zu tarnen, wohingegen rechtschaffene Aasimar gerne in Gruppen als Teil von Organisationen mit guter Gesinnung auftreten, vor allem (wenn auch nicht ausschließlich) in Kirchen und religiösen Orden. Beziehungen: Aasimar finden sich am häufigsten in Gemeinschaften der Menschen und fühlen sich dort auch am wohlsten. Das gilt vor allem für jene, deren Erblinie weit zurückreicht und die nur noch schwache Anzeichen ihrer himmlischen Abstammung aufweisen. Es ist unklar, warum der Hauch des Himmlischen bei Menschen so viel stärker zu spüren ist als bei anderen Völkern. Ein Grund könnte sein, dass die angeborene Anpassungsfähigkeit und Bereitschaft zur Veränderung der Menschen verantwortlich ist für die Evolution der Aasimar als eigenes Volk. Vielleicht sind die inhärenten Eigenschaften anderer Völker zu tief verwurzelt, zu präsent und zu widerstandsfähig, um sich zu ändern. Welche Verbindungen diese anderen Völker auch immer mit den Bewohnern der oberen Ebenen gehabt haben mögen, sie haben kaum Abkömmlinge hervorgebracht und nie zu einer eigenen Unterart geführt. Dennoch bleibt trotz dieser allgemeinen Neigung zu menschlichen Gemeinschaften festzuhalten, dass Aasimar sich in fast jeder Umgebung zurechtfinden können. Ihr sozialer Umgang ist angenehm, und sie sind entwaffnend sympathisch. Sie verstehen sich gut mit Halbelfen, die einen ähnlichen Status des marginalisierten Nicht-ganz-Mensch-Seins haben, während ihre Verbindung zu den Halborks meist weniger herzlich ist, da diese die hübschen Worte und Gesichter der Aasimar für übertrieben halten und kaum Geduld dafür aufbringen. Höflinge der Elfen lehnen Aasimar bisweilen als unkultiviert ab und kritisieren, dass sie sich auf ihren natürlichen Charme verlassen, um Fehler wiedergutzumachen. Von allem bekannten Völkern dürften die Gnome am meisten von den Aasimar fasziniert sein: Sie sind beeindruckt von deren vielfältigen Erscheinungsformen und der Mystik ihrer himmlischen Abstammung. Gesinnung und Religion: Aasimar haben meist eine gute Gesinnung, wobei das nicht für alle gilt, und Aasimar, die sich von der Rechtschaffenheit abgewandt haben, fallen bisweilen in unauslotbare Tiefen der Schlechtigkeit. Größtenteils jedoch bevorzugen Aasimar Gottheiten, die für Ehre, Tapferkeit, Schutz, Heilung und Zuflucht stehen, sowie simple und prosaische Glaubensrichtungen, die sich an Heimat, Gemeinschaft und Familie orientieren. Einige beschreiten auch die Pfade von Kunst, Musik und Wissenschaft und finden Wahrhaftigkeit und Weisheit in der Schönheit und dem Lernen an sich. Abenteurer: Aasimar schlagen häufig das Abenteurerleben ein, weil sie sich in der menschlichen Gesellschaft nicht ganz zu Hause fühlen und den Sog eines umfassenderen Schicksals spüren. Sie werden meist Kleriker, Orakel und Paladine, aber auch Barden, Hexenmeister und Beschwörer finden sich bei solchen mit einem Hang zu arkaner Magie. Barbaren sind unter den Aasimar selten, aber wenn sie in einen derartigen Stamm hineingeboren werden, steigen sie oftmals zum Häuptling auf und ermutigen ihren Clan, himmlische Totems anzunehmen. Standard-Volksmerkmale AttributswertAttributswert Volksmerkmale: Aasimar sind einsichtig, selbstbewusst und kontaktfreudig. Sie erhalten +2 auf Weisheit und Charisma. Größe: Aasimar sind mittelgroße Kreaturen und haben daher weder Boni noch Mali aufgrund ihrer Größe. Typ: Aasimar sind Externare der Unterart Einheimische. Bewegungsrate: Aasimar haben eine Grundbewegungsrate von 20 Fuß. Defensive Volksmerkmale Celestische Resistenz: Aasimar haben Säure-, Kälte- und Elektrizitätsresistenz 5. Volksmerkmale bei Talenten und Fertigkeiten Fähig: Aasimar haben einen Volksbonus von +2 auf Überzeugungs- (für Diplomatie) und Wahrnehmungswürfe. Wahrnehmungsvolksmerkmale: Aasimar sehen bis zu 60 Fuß perfekt in der Dunkelheit. Magische Volksmerkmale Zauberartige Fähigkeit: Aasimar können einmal täglich "Gleißendes Licht" als zauberartige Fähigkeit einsetzen (Zauberstufe entspricht der Klassenstufe des Aasimar).
