Iomedae
Gottheiten und Domänen
Iomedae ist mit ihren knapp 900 Jahren die jüngste der Hauptgottheiten von Golarion und hat erst im letzten Jahrhundert damit begonnen, ihr volles Potenzial als unabhängige Gottheit zu erreichen. Sie ist eine gerechte Ritterin, furchtlos im Kampf für ihre Überzeugungen und eine Missionarin und Kreuzfahrerin für die huldvolle Herrschaft des Guten und des gnädigen Urteils gegenüber dem Bösen. Sie würde Übeltäter lieber davon überzeugen, ihre Waffen im Zuge einer ehrenhaften Unterwerfung niederzulegen, als ihnen die Kehlen durchzuschneiden, und doch führt sie ihr mächtiges Schwert gegen jene, die fortwährend dem Bösen dienen. Sie verabscheut unverbesserlich Böse, Teufelsanbeter, Verräter und jene, die das Gute im Namen des "übergeordneten" Wohls missbrauchen. Jetzt, da sie aus dem Schatten ihres Patrons, der erschlagenen Gottheit der menschlichen Kultur, Aroden, hervorgetreten ist, hat sie bereits bewiesen, dass es keines Mentors bedarf, um sie zu geleiten – sie ist die Tapferkeit, der Ruhm, die Gerechtigkeit und die Stärke und hat keine Scheu, ihr Schwert gegen die schlimmsten Übel im Angesicht der Welt zu erheben. Trotz ihrer Jugend und dem verhältnismäßig späten Beginn ihrer Tätigkeit, war sie bereits entscheidend am Kampf gegen das Böse auf der Welt beteiligt, selbst während ihrer sterblichen Lebzeiten als Paladine Araznis (und anschließend, nach dem Tod des Halbgottes selbst, als jene von Aroden selbst). Sie, die als Sterbliche in Cheliax geboren wurde, führte die Ritter von Ozem zu mehreren Siegen über den Wispernden Tyrannen und hatte Anteil an seiner Einkerkerung. Ihr Erfolg in den Prüfungen des Sternensteins bescherte der heldenhaften Schwertträgerin einen Funken der Göttlichkeit und erregte die Aufmerksamkeit Arodens, der sie anstelle des gefallenen Arazni zu seiner Heroldin machte. Als der letzte Azlanti starb, erbte Iomedae die meisten seiner übrigen Anhänger. Obwohl sie in Cheliax geboren wurde, wird sie gleichermaßen von vielen Leuten außerhalb dieses Landes verehrt und übernahm kürzlich die Schutzherrschaft über die Mendevianischen Kreuzzüge. Wenn die Kreuzritter eines Tages erfolgreich die sich ausbreitende Bedrohung durch die Weltwunde besiegen können, will sie sie dazu inspirieren, diesen diabolischen Makel gänzlich aus ihrem Heimatland zu verbannen. Iomedaes Avatar ist jener einer grimmigen Chelischen Schwertkämpferin in glänzend schimmernder Kampfrüstung mit heraldischen Wappen, die ein Langschwert und einen Schild führt. Wenn sie in die Schlacht zieht, färbt sich ihr weißer Umhang rot, während ihre sonst weißgoldene Rüstung einen silbergrauen, adamantfarbenen Ton annimmt. Das Licht ihres Schildes blendet alles Böse und die Macht ihrer Aura lässt die Unredlichen ermatten und zusammenbrechen. Ihre Anerkennung für alle Sterblichen zeigt sich in ihrem Bestreben, banale Objekte in Schwerter zu verwandeln, ihre auserwählten Krieger in geheimnisvoll weißes oder goldenes Licht zu hüllen und eine kompassähnliche Anziehungskraft auf Langschwerter zu wirken, um ihren Dienern den rechten Weg zu weisen. Mithilfe alter, rostiger Klingen, die über die Widerstandskraft einer neuen Waffe verfügen, vermag das gemeine Volk sich selbst zu verteidigen und je mehr ihre Schwerter im Namen von Ehre und Gerechtigkeit eingesetzt werden, desto heller strahlen sie. Die Erbin zeigt ihren Missmut, indem sie Lichter flackern, Waffen zerschmettern und Metall abstumpfen lässt. In den seltenen Fällen, in denen sich einer ihrer Paladine dem Bösen hingibt, verfärbt sich der Umhang des Verräters schwarz und seine glänzende, metallene Rüstung sowie sein Schwert verwandeln sich in stumpfes Blei. Als Hauptgottheit, die noch vor Kurzem selbst sterblich gewesen war, kennt die Erbin menschliche Schwächen und den Preis der Unterdrückung nur zu gut. Ihre Tempel sind Zufluchtsorte für die Armen und die Ausgestoßenen und viele, die hierherkamen, wurden später große Krieger. Iomedae ist wild und kämpferisch aber auch gleichsam unerschütterlich feminin und flößt jeder Gottheit, die mit ihr verkehrt, Respekt ein. Sie erwartet von ihren sterblichen Dienern ein höfliches und respektvolles Auftreten im gegenseitigen Umgang. Das heilige Symbol der Erbin ist das "Schwert der Tugend", ein Langschwert, das von einem mysteriösen Licht – Sonnenlicht, Feuer oder einer anderen Energie – eingehüllt ist. Sie steht mit Löwen, Pferden, Adlern, Greifen und Hippogreifen in enger Verbindung. Als Haupttitel führt sie die Bezeichnung "die Erbin", doch die Ritter von Ozem nennen sie "Licht des Schwerts". Gesinnung: Rechtschaffen gut Kleriker-Gesinnung: RG, NG, RN Domänen: Ruhm, Gut, Ordnung, Sonne, Krieg Bevorzugte Waffe: Langschwert
