Lamashtu
Gottheiten und Domänen
Gnolle behaupten, Lamashtu habe die erste Hyäne, die sie je erblickt habe, als Gefährtin zu sich genommen, und so sei der erste Gnoll geboren worden. Es gibt Tausende solcher Geschichten über alle möglichen Kreaturen, und in jeder wird die Mutter aller Monster als Urahnin der jeweiligen Bestie präsentiert. Lamashtus Anhänger streben nach Missbildung, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen. Narbenrituale und Verstümmelung sind daher bei den Gläubigen sehr verbreitet. Sie wird zwar hauptsächlich von monströsen Völkern wie Gnollen, Medusen und Goblins verehrt, aber insgeheim praktizieren auch einige Kulte der Menschen ihre finsteren Litaneien, die befleckte Geburten und die Zerstörung jedweder Schönheit preisen. Manche benutzen Magie, um sich ein abstoßenderes oder bestienähnlicheres Aussehen zu geben, wohingegen ihre monströsen Anhänger das Gegenteil tun, um Stadtbewohnern nachspionieren zu können. In den kruden Abbildungen von ihr wird Lamashtu meist als Frau mit Schakalkopf, langen, gefiederten Schwingen, Krallenfüßen und einem angeschwollenen Bauch dargestellt. Auf diesen Bildern ist oft auch eine Vielzahl von Monstern zu sehen, die ihrem Ruf gefolgt sind, wobei ihre Favoriten sich über den Rest erheben. Zur rituellen Kleidung gehören eine Schakalsmaske aus Leder oder wertvollem Metall, ein Umhang aus schwarzen Federn und ein Paar geschmückte Schwerter oder Messer, die den eigenen Waffen der Dämonenkönigin ähneln. Die Orte der Anbetung sind oftmals einfache, flache Felsplatten, die aber auch einen Ring aus Steinen, Säulen, Bäumen oder Holzblöcken enthalten können. An einigen befindet sich zudem ein tiefes Loch im Boden oder ein Zugang zu einer Art Abgrund, als Symbol für den Eingang zum Unterweltreich der Göttin. Ihre heilige "Schrift" ist der Schädel von Maschag, ein magischer Schädel, der die Doktrin der Göttin rezitiert. Lamashtu gehört zu den zahllosen Dämonenherrschern – und besitzt möglicherweise die größte Macht von ihnen. Das zeigt sich auch in einer der Bezeichnungen für sie – Dämonenkönigin. Dennoch ist es nicht ihr Ziel, den Abyss zu regieren oder die anderen Dämonenherrscher ihrem Willen unterzuordnen. Sie führt zwar Krieg gegen einige (wie ihren Erzfeind Pazuzu) und soll angeblich die Geliebte anderer sein (der dekadente Socothbenoth prahlt häufig, er habe mit ihr Kinder gezeugt), doch ihre wahren Interessen liegen jenseits des nichtigen Geschwafels der Dämonenwirtskreatur. Lamashtus Gunst äußert sich in gewalttätigen Träumen, plötzlich auftretenden Missbildungen oder unerwarteten Schwangerschaften, die zur schmerzhaften (und oftmals tödlichen) Geburt eines entstellten Kindes führen. Gesinnung: Chaotisch Böse; Kleriker-Gesinnung: CB, NB, CN Domänen: Chaos, Böse, Wahnsinn, Stärke, Tricks Bevorzugte Waffe: Kukri
