Atheismus
In Golarion bezeichnet man mit dem Begriff "Atheismus" den Glauben, dass die gemeinhin als "Götter" bekannten Wesen der Achtung und Verehrung nicht würdig sind, die ihnen andere entgegenbringen. Atheisten bezweifeln die Existenz von Göttern nicht und erkennen ihre Macht durchaus an. Mehr aber auch nicht. Anstelle von Göttern verehren sie Ideale wie die Freiheit, Philosophien, wie die Prophezeiungen der Kalistrade, den Diabolismus oder einfach gar nichts. Einige Scholaren merken an, dass der Begriff "Atheist" eigentlich unzutreffend ist und die entsprechenden Personen eher als "Dystheisten" oder "Misotheisten" zu bezeichnen wären. Andere bezeichnen sich selbst als "Agnostiker" und verweisen darauf, dass kein Sterblicher beurteilen kann, was göttlich ist, da es Sterblichen unmöglich ist, das Walten der Götter zu verstehen. Allerdings sind derartige Spitzfindigkeiten in einer religiösen Gesellschaft, in der der allgemeinere Begriff weitgehend akzeptiert ist, ohne echte Bedeutung. Während der Atheismus in vielen Teilen Golarions eher misstrauisch beäugt wird, gilt er in Rahadoum in Garund, in Touvette in den Flusskönigreichen und in Bachuan in Tian Xia als Staatsreligion. Trotz ihres mangelnden Glaubens unterstehen auch die Seelen der Atheisten Pharasmas Gerichtsbarkeit. Ihr Schicksal nach dem Tod varriiert. Während einige Atheisten auf Ebenen gesandt werden, die ihrer Gesinnung und Philosophie entsprechen, werden andere zu körperlosen Geistern der Ätherebene, erleben eine Reinkarnation oder enden auf dem Friedhof der Seelen.
